... HSU4 im Rathaus mit vielen Fragen ...

Bürgermeister steht Rede und Antwort

Befragung des 1. Bürgermeisters von Elfershausen
Herrn Ludwig Neeb

Unsere Klasse, M8 der Johannes-Petri-Volksschule Langendorf führte eine Befragung mit dem ersten Bürgermeister des Marktes Elfershausen, Herrn Ludwig Neeb, durch.

Dieser besuchte auf Einladung durch unsere Klassenleiterin, Frau Tamara Müller, für ca. 2 Stunden unsere Schule.

In einem offenen Gespräch konnten die Schüler durch Fragestellungen einen Einblick in den Aufgaben- und Verantwortungsbereich eines Bürgermeisters erhalten.
So konnte in Erfahrung gebracht werden, dass der Markt Elfershausen über 23 Mitarbeiter verfügt. Davon sind sieben Angestellte als Ganztags- und sieben Angestellte als Teilzeitkräfte in der Verwaltung tätig. Weiterhin werden neun Mitarbeiter im Bauhof beschäftigt. Unser allseits beliebter Hausmeister, Herr „Edi“ Zink, gehört ebenfalls zu den Beschäftigten des Bauhofes.

Der Markt Elfershausen zählt zusammen mit seinen Ortsteilen wie Trimberg, Langendorf, Engenthal und Machtilshausen ca. 3.000 Einwohner. Davon sind zur Zeit 107 Personen arbeitslos.

Zweiter Bürgermeister ist Herr Jürgen Englert und dritter Bürgermeister Herr Edgar Wolf.

Als weitere Frage kam die Höhe der Kreisumlage auf. Laut Bürgermeister Neeb betrug diese für das Jahr 2005 780.000,00 €.

Auf die Frage, wohin das Geld fließen würde, gab Herr Neeb an, dass dies für den Bau oder die Instandhaltung von öffentlichen Anlagen der Marktgemeinden verwendet wird, (z.B. Friedhofsurnenkammern, Renovierung der Brücken usw.).

Interessant für alle war die Frage, was ein Bürgermeister verdiene. Dies, teilte Herr Neeb mit, richte sich nach der Größe bzw. der Einwohnerzahl der Gemeinde. Sein Gehalt jedoch sei mit dem eines gut bezahlten Gymnasiallehrers zu vergleichen.

Da er vor seiner Amtszeit als Bürgermeister nicht im Staatsdienst angestellt war, bestehe für ihn das Risiko, sollte er beim nächsten Mal nicht mehr gewählt werden, sich eine neue Arbeitsstelle suchen zu müssen.

Herr Neeb erzählte, dass er vor seiner Bürgermeistertätigkeit seit dem Jahr 2002 als Techniker im Staatsbad in Bad Kissingen tätig war und eine Lehre bei der Firma Kugelfischer abgeschlossen hatte.

Als sehr anstrengend empfinde er die vielen Termine, bei denen er überall gleichzeitig erscheinen soll. Hier bliebe wenig Zeit für Privates, Familie und Freizeit. In diesem Amt gibt es keine geregelte Arbeitszeit.
Eine spezielle Ausbildung als Bürgermeister gibt es nicht. Man muss von einer Partei vorgeschlagen und dann vom Volk gewählt werden. Die Amtsperiode eines Bürgermeister beträgt 6 Jahre.

Nach diesem ausgiebigen „Interview“ bedankten wir uns zusammen mit unseren Klassenlehrern herzlich bei Herrn Neeb für seine kostbare Zeit, die er uns widmete.

© Thomas Leiber, Jonny Heyne 04.10.2006